Herman M. van den Broek (1950)



Geboren in Amersfoort (Niederlande), am 27. Mai 1950
Autodidakt, sein ganzes Leben gearbeitet als bildender Künstler.
Verheiratet mit H. van den Broek-Hanskamp, 2 Söhne und 2 Töchter, 4 Enkelkinder.

Das Autogramm von Herman van den Broek


“Grelle Farben sind auffällig für die Arbeiten von Herman van den Broek, aber doch ist er mehr ein Zeichner als Maler. Kräftige Linien und Quadrate formen fast immer die Hauptsache seiner Arbeiten. Dies gilt nicht nur für die abstrakten Arbeiten, sondern auch für die Figurativen. Eine Landschaft, ein Stier und ein Dorf scheinen in den Augen von Herman in erster Linie aus Linien und Quadraten zu existieren. Die Linien sind oft schwarz markiert, so wie sie in fast allen spanischen Arbeiten zu sehen sind. Aber auch ein kräftiger Streifen Klebeband kann eine scharfe Linie bilden. An genau diesen Linien erkennt man die Arbeit von Herman, sie sind sozusagen sein Autogramm.

Sobald Herman mit anderen Menschen und Gebäuden in Kontakt kommt, scheint sich seine Seele mit zu verändern. Dadurch ist er in der Lage ein Kunstwerk zu schaffen das natürlich in die Umgebung passt, wo es aufgehängt, oder zustehen kommt. Seine Arbeitsweise erinnert an einen Koch, der für ein neues Gericht auf der Suche ist, mit neuen Kombinationen von Zutaten zu überraschen. Auf die gleiche Art und Weise kombiniert Herman verschiedene Stile und Materialien, um zu ganz neuen Formen zu kommen. Sein Atelier ist seine Probierstube.

Die Arbeiten von Herman haben Gemeinsamkeiten mit den figurativen Arbeiten von Picasso aber auch mit den Abstrakten von Tapies.
Auch Picasso war hauptsächlich ein Zeichner, der außerdem verschiedene Stile ausprobiert hat. Herman ist auch an präkolumbianische Kunst sehr interessiert. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass auch die präkolumbianischen Bilder des Sonnengottes nur aus eckigen Formen und Linien bestanden.

Auf der Suche nach dem Nichts

“Ich bin auf der Suche nach dem Ursprung, dem Urgefühl, dem Nichts, der absolute Leere. Um dort gelangen, nutze ich alle Formen und Techniken”.
Das Nichts, die absolute Leere, ist per Definition unsichtbar, schwer fassbar und unvorhersehbar. Wie schlicht das Wort, die Form oder die Farbnutzung auch ist, es ist immer zu viel. Doch bleibe ich auf der Suche nach einer Art, um das Gefühl, das das Nichts herbeiruft, abzubilden. Das Gefühl hat mit der Unendlichkeit zu tun. Ich möchte den Betrachter in das Bild mitnehmen, ihn teilhaben lassen.
In meinen Kunstwerken sind oft Quadrate zu sehen, weil ich denke das diese Form der Leere am nächsten kommt. Ganz nahe liegend zum Nichts, kommen auch die Landschaften die gerade aufgetaucht zu sein scheinen. So gibt Island das Gefühl, als ob es gerade erst aus dem Meer auferstanden ist
. Und das heiβe spanische Inland erscheint noch nicht einmal abgekühlt zu sein. In dieser Art von Landschaften fühle ich mich so nichtig und klein, damit die Umgebung unendlich und groβ erscheint. Auch der Urknall, der am Anfang des Universums steht, in einem kleineren Maβstab der Embryo, stehen dem Nichts sehr nahe: Sie sind diesem gerade entsprungen. Ich fühle mich bei dieser Suche gerade mit Wissenschaftlern stark verbunden die versuchen zu berechnen, wie die Welt entstanden ist und wieder verschwinden wird. Es ist eine unmögliche Suche, aber gerade diese Ohnmacht scheint meine starke Motivation zu sein.